Die kreative Klasse

Meine aktuelle Lektüre, Matthias Horx "wie wir leben werden", hält allerhand Überraschendes, Erbauliches und auch überaus Lustiges bereit.

Zum einen lernte ich heute morgen in einer Lesephase zwischen zwei Schlafphasen, daß nach Richard Florida der "Schwulenfaktor" über die kreative Produktivität einer Region oder Stadt entscheidet und zwar nicht weil alle Schwulen kreativ sind, sondern weil sie "Zeigerpflanzen" für ein solches Milieu sind. Das leuchtet mir, mit meinen eigenen Erfahrungen abgeglichen, durchaus ein und damit würde ich mich selbst in einem solchen Milieu ansiedeln, auch wenn ich noch nicht den ultimativen Kreativitätsschub hatte, die Zeigerpflanzen spriesen und gedeihen. Das sehe ich als gutes Zeichen an.

Nach dem überschwenglichen "zum Einen" sollte ich noch ein "zum Andern" nachlegen und das kommt jetzt. Matthias Horx rät im Kapitel Liebe folgende Liebestypologien einmal zu durchleben um Liebeskompetenz zu erlangen, die ich natürlich keinem vorenthalten möchte:
- ein Partner aus einer völlig anderen Welt, Kultur, Milieu
- ein Vertrauter, Bruder/ Schwester im Geiste
- die Beziehung zu einem Charakter den man formen, retten oder verändern wollte.
- eine Differenzbeziehung zu einem viel älteren, jüngeren, klügeren oder ungebildeteren
Partner
- eine Beziehung zu seinem Spiegelbild
Diesen Ansatz finde ich hochinteressant, denn gerade durch die unterschiedlichen Partner wird man gefordert und lernt sich selbst und seine Wünsche besser kennen, zudem erhält man Einblicke in andere (geistigen) Kulturen die einen verständnisvoller und toleranter machen. Ich habe mal gelesen, daß letzten Endes der Partner am besten zu uns passt, der von der Herkunft, dem sozialen Status und der Bildung uns am nächsten steht. Wenn ich Herrn Horx richtig verstanden habe, geht es zwar logischerweise weiterhin um Gemeinsamkeiten aber dann eher im Bereich der Werte.
Nun bleibt bei all den schönen Tipps die Frage, wie geht man vor um diese Idealkonstellation zu erreichen? Und vorallem was tun, wenn man dann letzten Endes doch immerwieder auf die gleiche Sorte Arschlochtypen steht? Oder regelt sich das dann auch von alleine. Naja an Zuversicht mangelt es weder mir noch Herrn Horx.
Mehr von ihm gibt es übrigens unter www.zukunftsinstitut.de dort macht auch Andreas Haderlein einen von mir gerne gehörten Podcast namens "Future News".

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